| Bony & Clyde (alias Bontschuk & Morgan) |
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eingesendet von D.Maier als ich im August 98 zum ersten Mal einen Besuch im Tierheim Surber abstattete, sah ich schon die sehr scheue Bontschuk, eine damals 3 Monate junge Tigerkätzin mit Weiss. Frau Surber erklärte mir, dass sie Bontschuk von einer Familie erhalten haben, deren Kinder die Katze misshandelt hatten. Diese noch so junge Katze hatte mit Menschen schon so schlechte Erfahrungen gemacht, dass sie sich vor allen Fremden sofort versteckte. Doch auch nachdem ich es mir noch während eines Tages überlegte, wollte ich es trotzdem mit dieser Kätzin versuchen und sagte dies Frau Surber tags darauf. Nach ca. zwei Wochen durfte ich endlich Bontschuk abholen. Als wir zuhause ankamen und ich das Türchen der Box öffnete, schaute Bony - so nannte ich sie alsdann in Anlehnung an ihren alten Namen - zuerst nur ganz vorsichtig aus der Box heraus. Es dauerte fast eine Stunde, bis Bony den ersten Fuss vor die Box setzte. Ganz vorsichtig machte sie einen Schritt nach dem anderen und erkundigte so ganz langsam ihr neues Zuhause. Doch Bony war noch so scheu, dass sie bei jedem ungewohnten Geräusch, wenn z.B. ein Lastwagen vor dem Haus vorbeifuhr, verzog sie sich hinters Sofa, auch wenn Besuch kam, liess sie sich nie blicken. Es würde wohl lange dauern, bis diese Katze wieder Vertrauen in die Menschen gewinnt. Doch nach und nach wurde Bony immer zutraulicher. Sie ist mittlerweile schon 5½ Jahre alt und von ihrer anfäglichen Scheu merkt man heute praktisch nichts mehr. Bony hat zwar eher einen ruhigen Charakter, spielt nicht so gerne und oft, ist dafür aber total verschmust und holt ihre Streicheleinheiten, so oft sie nur kann. Als vor ca. 2 Jahren einmal ein wunderschöner, schwarzer Kater mit blauen Augen zulief, der einfach zur offenen Tür hineinspazierte, war es jedoch vorbei mit der ruhigen Zeit. Der Kater machte einfach vom bereitstehenden Kistchen Gebrauch, während Bony ca. einen Meter entfernt fauchte, einen Buckel machte und die Haare zu Berg stehen liess. Doch dies liess den Kater kalt, er würdigte Bony nichteinmal mit einem Blick. Stattdessen erkundete er gelassen das fremde Revier, und fand schliesslich den Fressnapf von Bony, wo er sich bediente, während Bony immernoch in sicherer Entfernung rebellierte. Doch alles Fauchen und alle Drohgebärden nützten nichts, der schwarze Kater liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Obwohl ich schon damals über ein "Gspänli" für Bony nachdachte, scheinte Bony von dieser Idee nicht begeistert zu sein, so wie sie mit dem unverhofften Besuch umging. Doch als ich mich dann während ein paar Wochen immer mal wieder im Tierheim aufhielt, um Arbeiten für das neue Katzenhäuschen auszuführen, war die Gelegenheit da, die vielen, jungen Katzen kennenzulernen, die aus einem Tierheim bei Mailand gekommen waren. Frau Surber empfehlte mir, dass wenn ich eine zweite Katze möchte, dass es dann am Besten ein Kater wäre, der jünger ist als meine Bony. So waren es zwei junge Kater, die dafür in Frage kommen würden. Der eine, ein wunderschöner, drei Monate junger Silber-Tiger mit weiss, ist mir schon zuvor aufgefallen, wie aufgeweckt er war, viel aktiver als all die anderen Katzen, ein richtiger kleiner Rabauke, immer am Spielen und wahnsinnig menschenbezogen. Aber ob meine Bony ihn überhaupt akzeptieren würde? Nach einer kurzen Bedenkzeit wollte ich es dann doch versuchen. Als ich mit dem neuen Gspänli Zuhause ankam, begrüsste mich Bony wie immer gleich als ich zur Türe reinkam. Doch es ging nicht lange, da bemerkte Bony den jungen Kater. Sogleich fing sie wieder an zu fauchen und lief davon. Die erste Reaktion von Bony liess nichts Gutes erhoffen, ihr schien der neue Mitbewohner nicht sonderlich zu gefallen. Doch jeden Tag akzeptierte Bony ihn schon mehr. In Anlehnung an das berühmte Gangsterpäärchen Bonnie & Clyde nannte ich den Kater dann Clyde. Zwischenzeitlich spielen die beiden nun schon miteinander, sie jagen sich gegenseitig, bis es Bony dann irgendwann zu bunt wird, dann kriegt Clyde manchmal erzieherische Massnahmen zu spüren. Nun ist Clyde seit schon bald einem halben Jahr bei uns und hat sich bestens integriert. Anfang Januar waren wir bei der Tierärztin, um die Kastration durchzuführen, nun ist Clyde auch schon ein bisschen ruhiger geworden, er ist jedoch immernoch sehr aktiv und muss mit allem Spielen, was er findet und hinterlässt dabei manchmal ein Chaos, aber trotzdem würde ich ihn nicht mehr hergeben! |