Conde (Schmusi)

eingesendet von Frau Funder

Eigentlich sind wir am Samstag den 12. April 2003 ja wegen einem anderen Hund ins Tierheim Surber gefahren. Dort angekommen mussten wir aber leider feststellen, dass dieser für uns völlig ungeeignet war - wie Frau Siegrist mir eigentlich schon am Telefon gesagt hatte. Da sie bei unserem ersten Telefonat so sehr von Ihrem Schmusi (Conde) geschwärmt hatte, wollten wir ihn gerne auch noch kennen lernen. Ein Blick in diese wunderschönen Hundeaugen und schon war es um uns geschehen. Wir durften ihn dann gleich übers Wochenende mitnehmen. Quasi zur Probe, ob er sich mit unseren Katzen versteht. Er fand sie von Anfang an ganz toll - sie ihn weniger. Die beiden standen vereint auf dem Tisch und fauchten und murrten, was das Zeug hielt. Aber da Conde ihnen freundlich begegnete, waren wir der Meinung, dass wir es versuchen würden.

Am liebsten hätten wir Conde nach diesem Wochenende schon behalten und brachten ihn am Sonntagabend schweren Herzens wieder ins Tierheim zurück. Die folgende Woche war dann ausgefüllt mit Vorbereitungen und einer riesigen Vorfreude auf unser neues Familienmitglied. Am Karfreitag war es dann soweit, wir durften ihn für immer zu uns holen.

Conde hat sich innerhalb kürzester Zeit ganz toll eingelebt. Schon nach wenigen Tagen hatte er den Ablauf zu Hause und bei mir im Büro verstanden. In unserer Firma ist er der absolute Liebling und hat schon einen grossen Fanclub. Seine Begrüssung ist zum Niederknien. Wenn jemand kommt und ihn nicht sofort streichelt, dann setzt er sich hin und gibt einen Ton zwischen Heulen und Bellen von sich, das tönt so ähnlich wie "bou, bou, bou". Man muss es einfach gehört haben!

Er ist absolut problemlos, sehr anhänglich und liebevoll. Auch lässt er sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Nur, wenn ich den Staubsauger einschalte, schnappt er sich seinen Kauknochen und bringt ihn in Sicherheit. Dann trifft mich immer ein strafender Blick, so als wollte er sagen: "Muss denn das schon wieder sein?"

Inzwischen haben sich unsere Katzen schon einigermassen an ihn gewöhnt. Unsere Cindy faucht zwar immer noch, wenn er in ihre Nähe kommt aber immerhin kommt sie schon wieder ins Haus. Die ersten drei Tage war sie so beleidigt, dass sie nicht einmal zum Fressen hineinkommen wollte. Wuschel, unser Perserkater ignoriert ihn einfach. Aber manchmal überwiegt die Neugier doch, dann muss man schon mal näher ran und schauen, was das denn ist.

Conde liebt es, Auto zu fahren. Und wenn es nur die 10 Meter vom Hauseingang zur Garage sind - er will mit! Heissluftballone findet er nicht so toll, die muss er immer anbellen. Das wird für ihn ein aufregender Sommer werden. Denn bei uns fliegen am Wochenende manchmal bis zu 15 Ballone übers Haus.

Ausserdem ist er ein kleiner Feigling. Er fürchtet sich, wenn wir im Dunkeln spazieren gehen. Dann klebt er richtig an meinem Bein und geht keinen Meter von mir weg. Er hat eine panische Angst vor Gewittern und Wasser findet er absolut unmöglich. Beim Füsse-abspritzen mit dem Wasserschlauch legt er jeweils eine Ballettnummer hin, die sich sehen lassen kann. Wir freuen uns alle schon auf sein erstes Bad. Eines ist jetzt schon klar, das gibt wahrscheinlich eine Badehosen-Familienaktion, bei der zum Schluss dann alle gebadet sein werden.

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