Gorba

eingesendet von Frau Meier

Es war kurz vor Ostern 2001. Das Tierheim war in dieser Zeit gut besetzt, da es auch sehr viele heimatlose Hunde hatte. Ich bin schon seit vielen Jahren in meiner Freizeit im Tierheim anzutreffen und kümmere mich dort um die Pony’s von Rita Surber.

In einem abendlichen „Tierheim Talk“ bekam ich mit, wie die Einteilung der Hunde über die Ostertage festgelegt wurde, und bemerkte, dass es etwas knapp wird mit dem Platz. Ganz spontan machte ich das Angebot einen Hund über die Festtage zu mir nach Hause zu nehmen. Nach kurzem überlegen kam Frau Surber’s Tochter Daniela Siegrist zum Entschluss, mir Gorba mitzugeben. Gorba ist eine 11-jährige Schäfermischlingshündin mit „Lampi-Ohren“ und einem unglaublichen „Hundeblick“. Kam ins Tierheim, weil ihre Besitzerin gestorben ist, und Gorba sonst eingeschläfert worden wäre. Ich nahm also Gorba mit nach Hause und stellte sie meinen Eltern vor. Wir waren alle überrascht von Gorba’s Vitalität, in ihrem doch schon fortgeschrittenen Alter.

Ich schloss sie auf Anhieb ins Herz und wusste schon jetzt, dass es mir schwer fallen würde, sie wieder ins Tierheim zurückzubringen. Da kam dann auch die Anfrage von Frau Surber, ob ich Gorba nicht behalten wolle, um ihr noch einen schönen Lebensabend zu ermöglichen, da es sehr schwer ist, für einen 11-jährigen Hund einen guten Platz zu finden. So kam es, dass Gorba bei mir ein neues Zuhause fand. Sie hat sich, trotz ihres Alters, sehr gut eingelebt. Gorba genießt es mit mir nun lange Spaziergänge zu machen und freut sich genauso, wenn sie die Pony’s auf dem Ausritt begleiten kann. Auch ans Autofahren hat sie sich erstaunlich gut gewöhnt. Gorba fühlt sich in ihrem Zuhause sichtlich wohl, geniesst es im Garten an der Sonne zu liegen (und ein Schwinsöhrli zu knabbern). Sie verteidigt ihr Zuhause auch dementsprechend (Gruß an alle Pöstler).

Dass in Gorba manchmal auch ein junger Hund steckt, zeigt sie, indem sie für ihr Leben gern Katzen jagt (kei Angst, sie verwütscht sie scho nüd), oder wenn sie von einem schönen Rottweilerrüden zum spielen aufgefordert wird.

Ich bereue meinen Entschluss, Gorba zu mir zu nehmen bis heute nicht, und ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Ich genieße die Zeit, die ich mit ihr verbringen kann sehr und hoffe, dass wir noch einige schöne Jahre zusammen erleben dürfen.
In Gorba habe ich einen unkomplizierten, treuen Begleiter gefunden.

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