Katzen-Tagebuch von Remy & Pelle (alias Sylvestre)

eingesendet von Frau Baumgarten

Samstag, 28.8.2004 - Die Katzen ziehen ein

Jetzt sind wir Katzenbesitzer! Und wir haben sogar die beiden bekommen, die wir uns schon seit einer Woche im Internet angeschaut haben. Sylvestre (schwarz/weiss) und Remy (grau/weiss). Sylvestre ist der Neugierigere von beiden. Schon während der Fahrt sass er an der Tür der Transportbox und schaute interessiert raus. Als wir die Tür der Transportbox öffneten, konnte er es gar nicht erwarten, sein neues Zuhause in Augenschein zu nehmen. Ein Rundgang durch alle Zimmer war angesagt. Einmal unter alle vorhandenen Betten geschaut. Alles in Ordnung. Hier bleibe ich. Danach hielt er uns den ganzen Abend auf Trab, da er unwahrscheinlich viele Streicheleinheiten wollte. Jede Ablenkung, Znacht oder ein Telefonat, wurde mit lautem Miauen und um die Beine streichen begleitet.
Remy schaffte es die ersten vier Stunden nur von der Transportbox ins Katzenklo und maximal noch unter die danebenstehende Kommode. Seine Entwicklung fand in Sprüngen statt. Abends stand er dann plötzlich im Wohnzimmer und liess sich von seinem Gspänli alle spannenden Ecken zeigen. Na und als wir ins Bett wollten, war erst mal eine Hetzjagd durch die ganze Wohnung angesagt. Zwischen zwölf und sechs Uhr morgens war es dann recht ruhig. Mal war Sylvestre mit im Bett, mal lagen beide auf dem Fell oder erkundeten die Wohnung oder scharrten wie wild in ihrem Klo rum. Früh war dann eineinhalb Stunden spielen angesagt. Katze gegen (Spiel-) Maus, Katze gegen sich selber, Katze gegen Katze. Vorm Vorhang, hinterm Vorhang, rein in den Schrank, raus aus dem Schrank, um die Kurve gehechtet, usw.... Wir amüsierten uns vom Bett aus beim Beobachten.

Am Sonntagmorgen gegen neun Uhr suchten sich beide einen Schlafplatz und dort lagen sie dann bis 16 Uhr. War wohl doch alles recht anstrengend. Und dann.... oh Wunder.... kam plötzlich ein Remy auf meinen Schoss und wollte seine Streicheleinheiten abholen. Sylvestre honorierte das, indem er ihm zwei Ohrfeigen verpasste. Ich glaube, da ist ein bisschen Eifersucht im Spiel. Naja, die Schnurrmotoren laufen bei beiden auf Hochtouren. Remy erschrickt im Moment noch bei schnellen Bewegungen, aber wenn man sich hinhockt und ihm zuredet, wird er immer zutraulicher. Ich denke, noch ein paar Tage, und er steht Sylvestre in nichts nach.

Die erste Pflanze ist auch schon im Eimer. Meine Yucca musste dran glauben. Vermutlich hat sich einer an den Blättern hochgezogen oder sich dagegen gelehnt, so dass der ganze Trieb abbrach. Die Pflanzen sind sowieso ein heikles Erziehungsthema. Na mal sehen, wie das so wird.

Ach ja.... Sylvestre heisst ab jetzt Pelle. Benannt nach einer schwedischen Kinderbuchfigur, die Pelle Svanslös - also Pelle Schwanzlos heisst. Da unser Pelle genau so unternehmenslustig ist, wie der Pelle aus dem Buch, fanden wir den Namen sehr passend.

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